Geschichte von Marghareten

Das Margarethner Schloss, urkundlich erstmals 1373 erwähnt, ist das älteste Gebäude in der Gegend, das die Zeiten überdauert hat. Des Öfteren zerstört durch die Türkenkriege und auch mehrfach umgebaut, bildet es heute das Zentrum des Bezirkes mit seiner Gastronomie und den schönen, begrünten Innenhöfen.

Es gab im Schloss auch eine Kapelle. Geweiht der Hl. Margaretha von Antiochien.

Stich von Schloss Margarethen 1672
Schloss Margarethen 1672. Stich von G. M. Vischer
Schloss Margareten 2015

Schloss Margareten 2015

Wappen von Margareten

Wappen von Margareten

Der Margarethenplatz mit der Hl. Margarete

Ihr Gedenktag ist der 20. Juli. An diesem Tag begannen früher die Bauern mit der Ernte. Es gibt die verschiedensten Legenden über die Heilige Margaretha:

In einer wurde sie mit Fackeln versengt und in Öl gebraten. Und in einer anderen durch Enthauptung vom Leben zum Tode gebracht, weil alles andere nicht funktionierte. Alle ihr zugefügten Wunden heilten in Windeseile. Das Ganze in etwa um 305 nach Christus. Fest steht jedenfalls, sie ist nicht mehr am Leben.

Der Drache, der ihr im Gefängnis erschienen war, sie verschlingen wollte, die arme Frau hat ja wirklich etwas mitgemacht, war allerdings machtlos, da sie das Kreuzzeichen vor seinem Angesicht schlug. Da musste der Drache erschrocken unverrichteter Dinge das Weite suchen.

Hier hatte wohl ein Engel des Allmächtigen seine Hände im Spiel, so einer wie er im Garten der Margaretenstraße 95 steht.

Strassenbahn Margaretenstrasse

Straßenbahn auf dem Margarethenplatz. Sie fuhr auch durch die Margarethenstraße, an Haus Nr. 95 vorbei (Conscriptions Nro 316 und später Nr. 68)

 

Heute steht die Hl. Margaretha am Margaretenplatz, den Drachen überwunden zu ihren Füßen liegend, ihn mit einer Lanze durchbohrend, welche mit einem Kreuz am anderen Ende versehen ist. (Das Kreuzzeichen symbolisierend, das sie rettete). Der hilfreiche Engel hält sich diskret im Verborgenen.

Margaretenbrunnen-vor-100-Jahren

Margaretenbrunnen vor ca. 100 Jahren

Artikelaus www.sajoma.at/chronik

Geschichte der Kirche zum Hl. Josef

lm Jahre 1392 stifteten Rudolf und Ludwig aus dem bekannten Wiener Patriziergeschlecht der Tirna eine der heiligen Margareta von Antiochia geweihte Kapelle (im heutigen Bereich Margaretenplatz 3). Das Patronatsrecht über die Margaretenkapelle stand dem Wiener Domkapitel zu. Das Schloss Margareten wurde durch die Türkenbelagerungen stark zerstört, doch immer wieder aufgebaut. Im Jahre 1555 erwarb der Erzbischof von Gran, Niklaus Olai, die Herrschaft.

Mitte des 17. Jahrhunderts war Johann Rudolf Schmidt von Schwarzhorn kaiserlicher Gesandter an der Hohen Pforte, Besitzer der Herrschaft. Bei der Pfarregulierung im Jahre 1783 wurde aber nicht die Margaretenkapelle zur Pfarrkirche erhoben, sondern die Kirche St. Josef, die anstelle des Armenhauses gebaut wurde.

Was vom Schloss Margareten und den 50 Häusern nach der zweiten Türkenbelagerung noch übrig war, gelangte in den Besitz des Freiherrn von Oppel. Dieser machte sich um den Wiederaufbau sehr verdient. Sein Sohn, Graf Anton von Sonnau, errichtete einen Maierhof, „Sonnenhof“ genannt. 1740 übernahm diesen die Gemeinde Wien und verwendete ihn als Armenhaus. Für die Insassen des Armenhauses wurde 1765 an Stelle einer bisherigen kleinen Holzkapelle die „Sonnenhofkirche“ von Franz Duschinger gebaut.

St. Josef zu Margareten 1767

St. Josef zu Margareten 1767

Zwar wurde das Gotteshaus schon 1769 fertig gestellt, aber es fehlte das Geld für die Innenausgestaltung. Auch die geplante Doppel­turmfassade wurde nicht durchgeführt. Am 28. April 1771 fand die Weihe der „Sonnenhof“-Kirche zum Heiligen Josef durch Kardinal Fürsterzbischof Graf von Migazzi in Beisein der Kaiserin Maria Theresia und ihres Sohnes Joseph II. statt. Das Armenhaus wurde 1784 aufgelöst. Ein Gebäudeteil diente dann als Pfarrhof. Noch heute erinnert über dem Eingang die Inschrift „Den Armen zum Trost, den Reichen zur Mahnung, allen zum Heile“ an diese Zeit. 1903 erhielt die Kirche ihren heutigen, an barocke Vorbilder angelehnten Turmabschluss. Zur Pfarre erhoben wurde die Kirche St. Josef 1783 durch Josef II.

Josefskirche Margareten vor 1922

Josefskirche Margareten vor 1922

1912 wurde die Kirche durch den Anbau eines Chores wesentlich, aber stilgerecht vergrößert. Aus dieser
Zeit stammen auch die Fresken in den Kuppelgewölben. Der Altarraum wurde später umgestaltet und den liturgischen Bedürfnissen nach dem Konzil besser angepaßt. Die Konsekration des neuen Volksaltars wurde am 22. Dezember 1973 von Erzbischof-Koadjutor Dr. Franz Jachym vorgenommen.

Kirche St. Josef heute

Kirche St. Josef modern

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